Erste Versuche mit der Overlock

Seit Dezember 2016 bin ich stolze Besitzerin einer Overlock Maschine. Da ich nun doch vermehrt Kleidungsstücke nähe und diese meistens aus Jersey sind, habe ich mich dazu entschlossen, mir eine Overlock anzuschaffen. Ich wollte für die Maschine kein großes Vermögen ausgeben und habe mir eine relativ günstige Maschine zugelegt. Bei der Suche nach einer geeigneten Maschine war mir wichtig, dass sie einfach zu bedienen ist und gute Ergebnisse liefert. Zufällig bin ich bei Aldi fündig geworden – dieser bietet immer mal wieder Nähmaschinen im Sortiment an – und die Rezensionen für diese Maschine waren recht gut.

Die neue Overlockmaschine

Nun ist so eine Overlock etwas ganz anderes als eine “normale” Nähmaschine – sie hat 2 Nadeln und 4 Fäden, mit der genäht wird, und ein Messer, welches die Stoffkante gleich sauber abschneidet.
Anfangs hatte ich schon Respekt davor, mit der Maschine zu nähen – es war doch komplexer als gedacht. Ich habe mir im Internet einige Videos angeschaut, wie man mit einer Overlock näht, wie die Fadeneinstellung funktioniert und wie man alles neu einfädelt. Danach ging es erstaunlich gut, die ersten Testversuche waren hilfreich und auch die Einstellung bei der Fadenspannung klappte.
Nach den ersten erfolgreichen Tests mit Stoffresten konnte ich dann endlich loslegen und das erste Test-Kleidungsstück nähen: ein Langarmshirt in Größe 104 für meine Tochter mit Halsbündchen, Stoffteilung und Ärmelbündchen.

Das erste Kindershirt mit der Overlock genäht.

Es klappte für den Anfang ganz gut. Für die folgenden Teile wusste ich aber schnell, dass ich doch lieber die Fadenfarbe an den Stoff anpassen sollte – oder zumindest immer wieder die Fadenspannung für den jeweiligen Stoff anpassen muss.

Ärmelbündchen

Wie man sieht, ist der helle Faden sichtbar wenn man die Stoffe leicht auseinander zieht. Nicht so gut gelungen, finde ich. Mit einem farblich passenden Faden würde es nicht so sehr auffallen.

Detailaufnahme von Naht

Mein Fazit: Ein Testergebnis, welches sich zwar sehen lassen kann, aber doch noch Verbesserungen vorgenommen werden können.

Ich war erstaunt, wie schnell die Seitennähte zusammengenäht waren! Da steigt die Begeisterung fürs Nähen gleich noch mehr und die kommenden Projekte werden viel schneller genäht sein als bisher auf der „normalen“ Nähmaschine. Den Saum und die Ziernaht bei Teilung und Kragenbündchen habe ich übrigens dann wieder mit der normalen Nähmaschine genäht. So ergänzen die beiden Maschinen sich und man erzielt schöne Ergebnisse!

Als kleines Extra auf dem sonst schlichten Shirt.
Bügelbild Sterntaler